Continuing the Legacy

Auch wenn es auf diesem Blog nicht so scheinen mag. 2018 war, obwohl kein Ereignis-, dennoch ein Arbeitsreiches Jahr für mich. Von meinen Plänen für dieses Jahr konnte ich darum nur einen einzigen umsetzen. Mein Blog ist nach mehreren Jahren Entwicklungszeit wieder an den Start gegangen. Hinter mir liegen viele Stunden in denen ich Artikel gesichtet, Demos für Projekte geschrieben, Ideen entwickelt und wieder verworfen habe. Dieser Blog stellt nun ein Sammelsurium meiner Arbeit als Entwickler in den letzten Jahren dar. Grund genug meinen Werdegang einmal Revue passieren zu lassen.

Am Anfang war die Sonne

Nachdem ich 2008 mein Maschinenbau-Studium erfolgreich abgeschlossen hatte, war mir eines klar: Ich würde niemals als Ingenieur arbeiten wollen. Das ganze Studium hatte ich darauf gewartet, dass das eine Thema käme, was mich wirklich interessieren würde. Dann war das Studium vorbei und nichts hatte mein Interesse wecken können. Versteht mich nicht falsch, natürlich interessierte mich das Ingenieurwesen prinzipiell. Aber es war mehr ein oberflächliches Interesse. Es war gut bestimmte Dinge zu wissen, aber ich wollte mich nicht mein Leben lang damit beschäftigen.

Neben dem Studium hatte ich bereits begonnen mich mit Programmierung zu beschäftigen. Nach dem Studium setzte ich also alles auf eine Karte und hängte mein Diplom an den Nagel. Ich wurde Freelancer. Zu Gute kam mir, dass mein Bruder bereits als Webdesigner arbeitete. So konnte ich an die ersten Aufträge kommen, indem ich ihn als Entwickler unterstützte. Allerdings brauchte ich noch einen Namen für meine Unternehmung. Ich entschied mich für Corona Codes.

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Die Corona der Sonne wird nur sichtbar, wenn sich der Mond vor die Sonne schiebt. Genauso wird der Code einer Software nur sichtbar, wenn man hinter das Design schaut. Ich fand das total tiefgründig und war sehr stolz auf mich. Meine ersten Auftraggeber waren Gaming-Clans oder kleine Unternehmen. Mein Bruder hatte gute Kontakte in diesem Bereich und ist der Branche bis heute treu geblieben.

Damals nutzte ich Webspell (ein furchtbares CMS) und Joomla (ein weniger furchtbares CMS) oder schrieb den Code gleich komplett selbst. Ein Highlight in dieser Zeit war, dass ich mich mit Litotex beschäftigen durfte. Das war ein CMS für Browsergames. Auch einen kurzen Ausflug in die Welt von Typo3 musste ich über mich ergehen lassen. Insgesamt blieben die Projekte aber klein und überschaubar.

Jeder Entwickler braucht einen Blog

Nach einem Jahr hatte ich allerdings die Nase voll. Mir wurde klar, dass ich mehr Zeit mit Programmierung und weniger Zeit mit Akquise verbringen wollte. Ich bewarb mich also auf gut Glück bei einigen Unternehmen in der näheren Umgebung und bekam zu meinem Erstaunen viele positive Rückmeldungen. Ich entschloss mich bei einem kleinen Designbüro in der Dortmunder Innenstadt anzufangen. Dort kam ich mit Drupal in Berührung, zu dem ich eine Hassliebe entwickeln sollte. Wobei ich dazu sagen muss, dass meine Liebe zu Drupal in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat.

Corona Codes ging damals natürlich vom Netz. Allerdings wollte ich trotzdem weiterhin die Möglichkeit haben über meine Arbeit zu schreiben. Anfang des Jahres 2012 nutzte ich darum meine neu erworbenen Drupal-Fähigkeiten und stellte meinen ersten Blog online. Diesmal verzichtete ich auf tiefgründige Namensgebungen und nutzte statt dessen einfach meinen eigenen Namen.

Christian Hanne - Übersicht
Christian Hanne - Artikel
Christian Hanne - Vita
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Im Verlauf der nächsten Jahre füllte ich den Blog fleißig mit Artikeln. Ich blieb auch neben meiner Arbeit nicht untätig und beschäftigte mich mit zahlreichen mal mehr, mal weniger sinnvollen Projekten. Über die meisten davon schrieb ich im Anschluss Artikel. Allerdings war ich nach einer Weile mit der Ausrichtung des Blogs und der Qualität der Artikel unzufrieden. Um ihn zu überarbeiten, nahm ich ihn 2015 schließlich vom Netz. Damals hatte ich keine Ahnung, wie lange diese Offline-Phase dauern sollte.

Ablenkung und Perfektionismus

Zunächst plante ich den Blog auf die Spieleentwicklung zu konzentrieren, für die ich mich schon immer interessierte. SoCreGames war zunächst der Titel meines "Labels" unter dem ich Spiele entwickelte. Er steht für Social & Creative Games. Der Blog den ich damals begann wurde allerdings nie veröffentlicht. Ich schrieb einige Artikel für die Schublade und kam nicht so recht voran.

Schließlich beschloss ich meinen alten Blog zu bereinigen und unter einem neuen Namen wieder an den Start zu bringen. Bis dies geschah sollten allerdings noch ein paar Jahre vergehen. Zunächst beschäftigte ich mich mit der Veröffentlichung von YouTube-Videos und im Anschluss daran mit der Veröffentlichung der Webseite für Tom Pixel.

Aber auch als ich mich schließlich wieder an meinen eigentlichen Blog setzte, kam ich nicht so recht weiter. Ich wollte zuviel. Perfektionismus ist der Tod jedes Projektes. Also beschloss ich mich auf meine Wurzeln zu besinnen und Corona Codes wieder zum Leben zu erwecken.

Zurück zur Sonne

Doch mittlerweile hatte eine bekannte Biermarke alle Domains mit dem Namen Corona mit einer Sperre belegt. Meinen Namenswusch corona.codes konnte ich mir also in die Haare schmieren. Ich fügte mich in mein Schicksal und suchte nach einem anderen Namen. Aureola ist ein Synonym für Corona, auch wenn es eher eine religiöse Bedeutung hat.

Ich stutzte meine Erwartungen auf ein schaffbares Maß zurück. Trotzdem sollte es das ganze Jahr 2018 dauern, bis ich alle Artikel meiner verschiedenen Blogs gesichtet und wo notwendig wieder hergestellt oder gar umgeschrieben hatte. Wo möglich übersetzte ich die Artikel auf Englisch, um die Leserschaft des Blogs zu erweitern. Auch in Zukunft werde ich zumindest bei den wichtigeren Artikeln versuchen, eine englische Übersetzung mit zu liefern.

Ende September diesen Jahres war es schließlich soweit. aureola.codes ging online und mir fiel damit ein großer Stein vom Herzen. Nun kann ich mich endlich, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, wieder anderen Projekten zuwenden. Und anschließend habe ich ein Plattform, auf der ich darüber berichten kann. Ich hoffe Euer Jahr hat einen ebenso zufriedenstellenden Abschluss gefunden.

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr.


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